Archäologen in der Literatur: die 2. Folge oder kleiner Ausflug nach Ägypten
Ellen Heinemann
Ging es in der letzten Folge um Agatha Christie, Laurie R. King und Donna Leon und deren mal mehr, mal weniger glaubwürdige Roman-Archäologen, so sind heute die Bücher der amerikanischen Autorin Barbara Mertz, die unter den Pseudonymen Barbara Michaels und Elizabeth Peters eine ganze Reihe von Krimis und Romanen geschrieben hat, an der Reihe. Keine grosse Literatur, zugegebenermassen, aber doch gute Unterhaltung. Und zwar geht es uns hier um die - bislang 11 Bände zählende - Amelia-Peabody-Reihe, die unter dem Pseudonym Elizabeth Peters veröffentlicht wurden. Die Ägyptologie spielt darin eine Hauptrolle, und das nicht ohne Grund. Immerhin ist die Autorin vom Fach - will heissen, sie hat in Chicago Ägyptologie studiert und 1952 am dortigen Oriental Institute zum Thema "Certain Titles of the Egyptian Queen and their Possible Bearing on the Inheritance of the Throne" promoviert.
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Amelia Peabody, die Hauptfigur, begegnet dem Leser erstmals in "Im Schatten des Todes" ("Crocodile on the Sandbank" 1975; deutsch 1996), das 1884/85 spielt. Die 32jährige Amelia, die als unverheiratete Tochter jahrelang den Haushalt des Vaters geführt hatte, erbt nach dessen Tod ein ansehnliches Vermögen und beschliesst, nun auf Reisen zu gehen. In Kairo trifft sie, die noch nie einen Heiratsantrag erhalten hat, sich auch über ihr Aussehen keine Illusionen macht und der Institution der Ehe gegenüber recht skeptisch eingestellt ist, auf den englischen Ägyptologen Radcliffe Emerson, ein Rauhbein, den die Einheimischen aufgrund seiner derben Sprache "Vater der Flüche" nennen, der aber natürlich das Herz am rechten Fleck hat; Amelia verliebt sich in ihn und in die Ägyptologie. Nach diversen Abenteuern und Verwicklungen, die sie zu Emersons Grabung in Amarna, der Stadt Echnatons, führen, wobei die resolute Amelia und ihre Freunde mehr als einmal in Todesgefahr geraten, nach der Begegnung mit einer Mumie, die gar keine ist, sondern im Gegenteil sehr lebendig, und derer sich Amelia mit ihrer Lieblingswaffe, einem Sonnenschirm mit kräftigem Stahlstock, zu erwehren sucht, werden die beiden schliesslich ein Paar. |
Damit ist der Rahmen für die Folgebände gegeben, die Amelia und Emerson - ab "Der Mumienschrein" ("The Mummy Case" 1985, deutsch 1997) auch ihren frühreifen und ziemlich vorlauten Sohn Ramses, der eigentlich Walter heisst, und dessen Sandkastenspiele und "Liebe zum Dreck" vom vernarrten Vater "mit einer knospenden archäologischen Begabung" verwechselt werden (in: "Der Fluch des Pharaonengrabes"/"The Curse of the Pharaos" 1981, deutsch 1994) - immer wieder zu Ausgrabungen in Ägypten führen, bei denen sie natürlich mit schöner Regelmässigkeit in diverse turbulente Kriminalfälle - Mord, Raubgrabungen, Schmuggel mit Antiquitäten - verwickelt werden. Den Handlungsstrang bildet der jeweilige Kriminalfall - "wir schienen Grabräuber und mordgierige Individuen regelrecht anzuziehen", heisst es einmal in "Die Schlange, das Krokodil und der Tod" ("The Snake, The Crocodile & The Dog" 1992, deutsch 1993) - Hintergrund aber ist die Archäologie und die Ausgrabungstätigkeit, an der Amelia sich aktiv beteiligt. "Manchen phantasielosen Menschen mag diese Beschäftigung als nicht besonders angenehm erscheinen. Krankheiten, eine unglaubliche Hitze, unzureichende oder fehlende sanitäre Einrichtungen und riesige Mengen Sand trüben bis zu einem gewissen Grad die Freude, die Schätze versunkener Zivilisationen zu entdecken", gesteht Amelia in "Der Fluch des Pharaonengrabes" , um dann fortzufahren, dass sie dieses Leben eben dennoch liebt.
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Alle Bände sind in der ersten Person geschrieben, werden also von Amelia selbst erzählt; einige sind mit einem sich kritisch gebärdenden Vorwort einer (ebenso fiktiven) Herausgeberin versehen, in dem auch schon einmal auf die Ungereimtheiten der eigentlichen Aufzeichnungen hingewiesen wird. "Mrs. Emerson begann ihre Eintragungen als privates Tagebuch. Zu einem späteren Zeitpunkt entschied sie sich für die Veröffentlichtung, fuhr jedoch in der (für sie charakteristischen) sprunghaften und ungenauen Dokumentierung fort. Ihre sogenannte Methodik erklärt die Abweichungen, Fehler und Widersprüchlichkeiten des ursprünglichen Textes. Nichtsdestoweniger hofft die Herausgeberin, eine schlüssige, vollständig kommentierte Ausgabe vorzulegen. (...) Im Zusammenhang mit dieser Grabstätte hat die Herausgeberin praktisch jede Publikation gelesen. Auf Anfrage kann der werte Leser die (überaus beeindruckende) Bibliographie beziehen" (in "Die Hüter von Luxor"/"The ape who guards the balance" 1998, deutsch 1999). Hier spielt Mertz/Peters mit den Konventionen wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Da sie sich aber im Reich der Fiktion bewegt, kann sie ihrer Figur jedoch einen "Hang zur Subjektivität" und Ungenauigkeit bescheinigen und im gleichen Atemzug augenzwinkernd zu dem Schluss gelangen, "dass die Dokumentierung von Mrs. Emerson die exakteste ist und dass sie, wie immer, recht hatte". |
In dem 1999 veröffentlichten elften Band "Falcon at the Portal" (der noch 2000 mit dem Titel "Der Fluch des Falken auf deutsch erscheinen soll) finden wir Amelia und Emerson im Jahre 1911 wieder. Damit ist die Handlung der gesamten Reihe in einen Zeitraum gestellt, in dem in Ägypten Pionierarbeit bei Ausgrabungen geleistet wird. Emerson weist bestimmte Züge von Flinders Petrie auf, dem - manchmal durchaus exzentrischen - Begründer der wissenschaftlichen Archäologie in Ägypten und Palästina Darauf weist Mertz/Peters im ersten Amelia-Band auch ausdrücklich hin: "Ich habe mir die Freiheit genommen, meinen fiktiven Archäologen einige seiner (Flinders Petrie's) Entdeckungen und auch seine fortschrittlichen Ideen über Methodologie zuzuschreiben. Die Behandlung des bemalten Pflasters (in "Im Schatten des Todes") ist zum Beispiel die, welche Petrie selbst beschrieben hat." So legt Emerson - den Mertz/Peters nach dem Vorbild Petrie's auch in einem Felsengrab übernachten lässt - immer grossen Wert auf die richtige Ausgrabungsmethode und äussert sich sehr kritisch über seine Zeitgenossen: "Nur ein junger Kerl namens Petrie scheint wirklich etwas von Archäologie zu verstehen, auch von Methodik, die da so bitter nötig ist. (...) Leider hat er keinen Einfluss, und wir zerstören mutwillig eine ganze grosse Vergangenheit, weil wir wie Kinder im Sand herumbuddeln und dem Boden Dinge entreissen, von denen wir sorgfältig notieren sollten, wo und wie wir sie gefunden haben" (in "Im Schatten des Todes"). Fragen der richtigen Methodik tauchen immer wieder auf, so wenn Amelia Stunden damit verbringt, die abgetragenen Schutt- und Erdmassen durchzusieben. "Nur wenige Archäologen belasten sich mit dieser Aufgabe, wenn sie auf der Suche nach grösseren Zielen sind, doch Emerson hat stets darauf bestanden, jeden Quadratzentimeter des Schutts zu untersuchen. (...) Stolz präsentierte ich meine Funde, die auf einem Tablett ausgebreitet lagen: einen Haufen Tonscherben (gewöhnliche, polierte Ware), eine Handvoll Knochen (von Nagetieren) und ein Kupfermesser." Für Laien ist der Nutzen solcher mühevollen Kleinarbeit nicht immer nachvollziehbar, wie Amelia gleich erfährt. "Lady Baskerville stiess ein Lachen aus. 'Meine arme, liebe Mrs. Emerson: die ganze Mühe für eine Handvoll Kehricht!'". Natürlich wird Lady Baskerville gleich von Emerson widerlegt, der aus der Art der Verfüllung des Grabens schliesst, dass es sich um Spuren einer Raubgrabung handelt. (In: "Der Fluch des Pharaonengrabes").
| Mertz/Peters lässt in ihren Büchern auch eine ganze Reihe historischer Persönlichkeiten als Randfiguren auftreten. So wird Maspéro, ab 1881 Direktor der Ausgrabungen und Altertümer in Ägypten und Direktor des Museums in Bulak (das 1902 nach Kairo verlegt wird) Zeuge des ersten Treffens von Amelia und Emerson in seinem Museum, wobei Emerson den Zustand des Museums scharf und lautstark kritisiert: "In aller Götter Namen, warum katalogieren Sie nicht endlich diese ganzen Töpfe und Vasen?" (in "Im Schatten des Todes"), was Maspéro mit einem gutmütigen Hinweis auf Emerson's allseits bekanntes Temperament kommentiert. In späteren Bänden verläuft der Kontakt mit Maspéro und anderen Angehörigen der - für die Erteilung von Grabungsgenehmigung zuständigen - Verwaltung (wie Grébaut, Brugsch oder de Morgan) keineswegs immer reibungslos. Mit Sayce streitet Emerson über die Datierung der sogenannten Amarnabriefe (Tontafeln mit babylonischer Keilschrift) (Emerson zu Sayce: "Ich habe Ihnen doch gesagt, Sie liegen achthundert Jahre daneben!" In: "Der Fluch des Pharaonengrabes"). Auch Howard Carter, dessen Name mit der Entdeckung des Grabs von Tutanchamun im Jahr 1922 um die ganze Welt ging, erscheint mehrmals, als anständige, aber mittellose Figur ohne grosse Fortüne, dessen Karriere 1905 endgültig zu Ende scheint, als er - wie in "Die Hüter von Luxor" wahrheitsgetreu geschildert - seinen Posten als archäologischer Inspektor für Unterägypten nach einem handgreiflichen Konflikt mit betrunkenen französischen Touristen verliert, weil er eine offizielle Entschuldigung für sein - berechtigtes - Vorgehen verweigert (der aber in "Ein Rätsel für Ramses" ("Seeing a Large Cat" 1997, deutsch 1998) immerhin dabei helfen darf, die in einem Grab im Tal der Könige verschütteten Helden zu retten). | ![]() |
Die Beschreibung der Grabungen und die Kritik Emersons an den allgemein üblichen Grabungsmethoden spiegelt durchaus die Realitäten jener Zeit. Anders verhält es sich dagegen mit der aktiven Beteiligung der Heldin an der Grabungstätigkeit, die keineswegs zeitgemäss erscheint. Die Autorin und die Heldin selbst wissen dies auch: "Ich muss hinzufügen, dass ich die einzige Frau war, die sich dieser Arbeit widmete - was traurige Schlüsse auf die Einschränkungen zulässt, denen das weibliche Geschlecht im späten neunzehnten Jahrhundert unterworfen war -, und ohne die hundertprozentige Unterstützung meines aussergewöhnlichen Ehemanns wäre mir das nie möglich gewesen", sagt Amelia in "Die Schlange, das Krokodil und der Tod". Hat Mertz/Peters für die Figur des Radcliffe Emerson auf Züge von Flinders Petrie zurückgegriffen, so mag sie bei Amelia auch an die Reiseschriftstellerin Amelia Edwards ("A Thousand Miles up the Nile", 1877) gedacht haben, Mitglied des "Delta Exploration Fund", der späteren "Egypt Exploration Society", deren Gelder Ausgrabungen, insbesondere die von Flinders Petrie, überhaupt erst ermöglichten. Die Romanheldin trägt auch gewisse Züge von Hilda Petrie, der unkonventionellen Frau des Archäologen Flinders Petrie.
Amelia ist auch insofern ungewöhnlich (oder unwahrscheinlich, wenn man so will), als sie selbst zupackt, und das nicht nur bei minutiöser Feinarbeit (was noch als typische Frauenarbeit gelten mag), sondern beim knochenbrecherischen Schleppen schwerer Lasten, das gerade im Nahen Osten in der Regel dem Heer der Grabungsarbeiter - auch den mitarbeitenden einheimischen Frauen oder Kindern - überlassen blieb. Daher ist natürlich Emerson's Vorarbeiter "Abdullah (...) regelrecht entsetzt, als ich den ersten Korb mit Steinen hochhob und ihn hinaustragen wollte" (in "Der Fluch des Pharaonengrabes"). Für eine derartige Arbeit wäre auch die damalige Frauenkleidung wohl denkbar ungeeignet gewesen. Aber das kann natürlich Amelia nicht stören: "wie der verehrte Leser inzwischen wohl festgestellt hat, lag mir nie besonders viel an weiblichem Modefirlefanz. Ich hatte (...) von der Liga für vernünftige Kleidung gehört und mir in diesem Stil ein Kleid nähen lassen", genauer gesagt, einen Hosenrock. "Er gewährte zwar nicht ganz soviel Bewegungsfreiheit, wie ich mir gewünscht hätte, doch war er viel praktischer als die damals modernen Humpelröcke. ... Noch lieber wären mir jedoch richtige Hosen gewesen" (in "Im Schatten des Todes").
Und wie sah die Wirklichkeit für Frauen in der Archäologie aus?
In der Anfangszeit der Archäologie finden sich nur vereinzelt Frauen. Eine davon war Sophia Schliemann, die 1876 ihrem Mann mit einem Taschenmesser bei der Freilegung der Gräber in Mykene geholfen haben soll (was sie allerdings dabei trugt, ist nicht bekannt...) Sie ist das Beispiel der Frau, die über Umwege zur Archäologie kommt - über die Arbeit des Ehemanns, wie auch die Romanfigur Amelia. Einen anderen Umweg nahm die deutsche Arzttochter Johanna Mestorf (1828-1909), die zunächst als Erzieherin in Schweden arbeitete, ab 1863 durch die Übersetzung der Hauptwerke der skandinavischen Archäologie bekannt, 1869 freie Mitarbeiterin des Kieler Museums und 1873 Kustodin und 1899 immerhin zur Professorin, wenn auch ohne Lehrbefugnis, ernannt wurde. Mestorf wirkte somit hauptsächlich durch ihre Veröffentlichungen und durch ihre Tätigkeit im Museum.
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Praktische Ausgrabungstätigkeit leisteten dagegen auch Käthe Rieken (1865-1917) bei mehreren Gräberfeldern in der Niederlausitz und die Herzogin Marie von Mecklenburg-Schwerin (1856-1929) zwischen 1905 und 1914 in der Krain und in Oberösterreich. Die Amerikanerin Harriet Boyd Hawes (1871-1945) nahm ab 1896 an Kursen der American School of Classical Studies in Athen teil (an der sich bereits 1885-86 die erste Frau eingeschrieben hatte, wenn auch der damalige Leiter Richardson deren Teilnahme an Exkursionen oder Ausgrabungen noch untersagte, da "Frauen nicht gut in das Landesinnere reisen oder sich aktiv an Grabungen beteiligen können"). Auch Hawes durfte nicht an Ausgrabungen teilnehmen - doch nach mehreren vergeblichen Versuchen in dieser Richtung übernahm sie - die sich inzwischen im griechisch-türkischen Krieg 1897 als Krankenschwester bewährt hatte, von der Königin protegiert und wohl schwerer abzuweisen war - dann im Jahr 1900 gleich die Leitung einer dreiwöchigen Grabung in Kavousi auf Kreta; anschliessend leitete sie von 1901 bis 1904 die Grabung in Gournia, ebenfalls auf Kreta. Zeitweise beschäftigte sie dort rund 100 einheimische Arbeiter für die eigentliche Grabungstätigkeit und 10 Mädchen aus dem Dorf für das Waschen der gefundenen Scherben. Ein - zugebenermassen recht gestellt wirkendes - Foto von 1902 aus Kreta zeigt sie beim Scherbensortieren in der damenhaften und für praktische Tätigkeit wenig geeigneten Kleidung jener Zeit. |
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Ein um 1910 aufgenommenes Foto zeigt die Engländerin Gertrude Bell (1868-1926), die bereits seit 1900 den Nahen Osten bereiste und später den irakischen Altertumsdienst gründen sollte, bei archäologischer Arbeit: sie gibt einheimischen Arbeitern Anweisungen und notiert deren Ergebnisse, und natürlich trägt sie einen Rock. Aus dem gleichen Jahr, 1910, datiert ein Foto der archäologischen "field school" von Rito de los Frijoles, New Mexico (USA): unter den 14 Teilnehmern finden sich lediglich 2 Frauen (noch immer mit Rock), darunter Barbara Aitken, die, von den Schwierigkeiten, überhaupt an praktischer Arbeit teilzunehmen, entmutigt, schliesslich auf die Ethnographie umsattelte. Auf einem Foto der "field school" der Universität von Arizona 1926 sieht man erstmals drei Frauen in Hosen. Die Schwierigkeiten, die Frauen beim Zugang zur Archäologie fanden, gehen jedoch über die reine Kleiderfrage weit hinaus. Noch 1929 fragt Sapir seinen Kollegen Kroeber, ob dieser ihm einen geeigneten Assistenten empfehlen könne, mit dem ausdrücklichen Hinweis "Ladies not wanted". Und Mertz/Peters erklärt, daß sie sich schließlich auf das Bücherschreiben verlegt hat, da in den 50er Jahren für eine Frau praktisch keine Arbeit als Ägyptologin zu finden war. Noch 1987 schreibt Ivor Noel Hume, das Ausgraben sei letztendlich ein Männerjob, und eine einzige unpassend gekleidete Frau könne Unruhe in das Grabungsteam bringen . |
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Eine Figur wie Amelia Peabody wäre demnach noch immer eine Ausnahmeerscheinung? Wohl nicht ganz. Hume's Worte klingen für uns einfach nur noch komisch. Mertz/Peters aber, die nach eigenen Worten versucht, "Land und Leute und den Stand der archäologischen Forschung des späten neunzehnten Jahrhunderts möglichst genau zu beschreiben", hat mit Amelia zwar eine liebenswerte, aber doch etwas anachronistische Heldin geschaffen, die den heutigen Lesern (und vor allem Leserinnen) entgegenkommt und den Erfolg ihrer Reihe erklärt.
Weitere Amelia-Peabody-Bücher:
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